Shopware Multishops
Wer mehrere Marken, Länder oder unterschiedliche Zielgruppen mit eigenen Onlineshops bedienen möchte, muss nicht zwangsläufig für jeden Shop eine vollständig separate technische Infrastruktur betreiben. Shopware Multishops ermöglichen es, mehrere Storefronts und Verkaufskanäle innerhalb einer zentralen Shopware-Umgebung zu organisieren. Dadurch können beispielsweise unterschiedliche Markenauftritte, länderspezifische Shops oder B2B- und B2C-Angebote voneinander getrennt dargestellt werden, während wesentliche Prozesse zentral administriert werden.
Shopware 6 stellt dafür insbesondere seine Verkaufskanäle (Sales Channels) zur Verfügung. Über diese lassen sich unterschiedliche Vertriebskanäle konfigurieren und verwalten. Shopware unterstützt dabei neben klassischen Storefronts beispielsweise auch Headless-Verkaufskanäle, Produktvergleiche und weitere Absatzwege.
Als Shopware Agentur unterstützt eBakery Sie bei der Konzeption, Einrichtung und individuellen Entwicklung Ihrer Shopware-Multishop-Lösung. Eine professionelle Shopware Beratung kann Ihnen dabei helfen, die Multishop-Funktionalitäten optimal zu nutzen und Ihre Geschäftsstrategie erfolgreich umzusetzen.
Was ist ein Shopware Multishop?
Von einem Multishop spricht man grundsätzlich dann, wenn ein Unternehmen mehrere Onlineshops beziehungsweise Storefronts betreibt, deren technische und administrative Strukturen miteinander verbunden sind.
Statt für jeden Onlineshop ein komplett separates System aufzusetzen, können gemeinsame Ressourcen und Prozesse genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich die einzelnen Shops entsprechend der jeweiligen Zielgruppe individuell gestalten.
Typische Anwendungsfälle sind beispielsweise:
- verschiedene Marken eines Unternehmens,
- internationale Shops für unterschiedliche Länder,
- getrennte B2B- und B2C-Shops,
- unterschiedliche Produktsortimente,
- spezialisierte Shops für einzelne Zielgruppen oder Produktbereiche.
Gerade bei wachsenden E-Commerce-Unternehmen kann eine solche Struktur den administrativen Aufwand erheblich reduzieren.
Shopware 6 hat auch Tools wie:
- Flow Builder zum Erstellen von High-Level-Automatisierungen, die darauf ausgelegt sind, Prozesse intuitiv und ohne Eingabe einer einzigen Codezeile zu automatisieren.
- Rule Builder zum Erstellen von Regeln für Preise, Versandkosten und Werbeaktionen sowie zum Anpassen und Optimieren der Customer Journey.
- Product Streams, erstellt dynamische Produktkataloge, die automatisch aktualisiert werden.
- Integrierte SEO-Funktionen, die Ihr Erlebnis mit einem kompletten SEO-Paket weiter optimieren.
Shopware 6 verfügt über eine Bibliothek von Erweiterungen mit mehreren Optionen, um die Verwendung einfacher und praktischer zu gestalten. Kompatibel mit mehreren Plugins und mit Integrationen, die bei mehreren Partnern verfügbar sind. Wenn Sie Ihren Shop weiter anpassen oder spezifische Funktionen hinzufügen möchten, enthält Shopware 6 auch Entwicklertools. Shopware 6 ist Open Source und basiert auf Vue.js. Sie können also nach Belieben anpassen und verbessern.
Multishop mit den Shopware 6 Verkaufskanälen
Eine zentrale Rolle innerhalb von Shopware 6 spielen die Verkaufskanäle. Shopware beschreibt diese als Verbindung zwischen der Administration und den jeweiligen Absatzwegen. Für unterschiedliche Vertriebskanäle können entsprechend eigene Sales Channels eingerichtet werden. Ein Verkaufskanal kann beispielsweise eine klassische HTML-Storefront darstellen. Daneben sind auch Headless-Kanäle möglich, die ihre Daten über eine API bereitstellen.
Damit lässt sich eine Shopware-Installation wesentlich flexibler aufbauen als ein klassischer Onlineshop mit nur einer einzigen Storefront. Je nach Projekt können beispielsweise marke-a.de, marke-b.de und ein zusätzlicher internationaler Shop auf einer gemeinsamen technischen Grundlage realisiert werden.
Individuelle Sortimente für unterschiedliche Shops
Nicht jeder Shop muss das vollständige Produktsortiment anbieten.
Produkte und Kategorien können unterschiedlichen Verkaufskanälen zugeordnet werden. Bei Kategorien unterstützt Shopware beispielsweise die Zuordnung zu einem oder mehreren Sales Channels.
Damit können Unternehmen ihr Sortiment gezielt auf die jeweiligen Zielgruppen abstimmen.
Ein Hersteller könnte beispielsweise einen allgemeinen B2C-Shop betreiben und parallel einen speziellen Shop für Geschäftskunden anbieten. Ebenso könnten einzelne Marken oder Produktgruppen jeweils über eigene Storefronts vermarktet werden.
Das Produktmanagement bleibt dabei wesentlich besser kontrollierbar, als wenn sämtliche Shops technisch vollständig voneinander getrennt betrieben werden.
Unterschiedliche Marken mit Shopware verwalten
Besonders interessant sind Shopware Multishops für Unternehmen, die mehrere Marken betreiben. Die einzelnen Storefronts können trotz gemeinsamer technischer Grundlage einen eigenständigen Markenauftritt erhalten. Shopware ermöglicht es unter anderem, einem Verkaufskanal ein eigenes Theme zuzuweisen.
Dadurch müssen Ihre Kunden nicht erkennen, dass hinter verschiedenen Onlineshops dieselbe technische Infrastruktur steht. Design, Navigation, Inhalte und Produktauswahl können passend zur jeweiligen Marke konzipiert werden.
So lassen sich beispielsweise ein Premium-Shop und ein preisorientierter Shop mit unterschiedlichen Zielgruppen technisch innerhalb einer gemeinsamen Shopware-Landschaft realisieren.
Internationale Shopware Multishops
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind internationale Onlineshops. Unternehmen, die ihre Produkte in mehreren Ländern anbieten möchten, benötigen häufig mehr als lediglich eine Übersetzung des bestehenden Shops. Sortiment, Preise, Inhalte, Zahlungsarten und Marketing können sich abhängig vom Zielmarkt unterscheiden.
Hier bietet sich eine Struktur mit verschiedenen Verkaufskanälen an. So können beispielsweise separate Storefronts für Deutschland, Österreich, die Schweiz oder weitere internationale Märkte aufgebaut werden.
Auch bei der Dokumentenerstellung können unterschiedliche Verkaufskanäle berücksichtigt werden. Shopware empfiehlt beispielsweise bei Verkaufskanälen in verschiedenen Sprachen separate Dokumentkonfigurationen, damit Rechnungen und andere Dokumente sprachlich zum jeweiligen Kanal passen.
B2B und B2C innerhalb einer Shopware-Umgebung
Auch die Trennung unterschiedlicher Kundengruppen kann ein Grund für einen Multishop sein.
Ein Unternehmen könnte einen öffentlich zugänglichen B2C-Shop betreiben und gleichzeitig einen separaten Vertriebskanal für Geschäftskunden bereitstellen.
Dabei können sich nicht nur Design und Produktauswahl unterscheiden. Abhängig von der konkreten Umsetzung können auch Preise, Zahlungsbedingungen, Inhalte und Prozesse auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden.
Shopware ermöglicht darüber hinaus, Kunden an bestimmte Verkaufskanäle zu binden. Ist diese Funktion aktiviert, können sich Kunden ausschließlich in den Verkaufskanälen anmelden, in denen sie registriert wurden.
Damit stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um unterschiedliche Vertriebsmodelle innerhalb einer Shopware-Infrastruktur abzubilden.
Welche Vorteile bietet ein Shopware Multishop?
Der wesentliche Vorteil liegt in der Kombination aus zentraler Verwaltung und individuellen Verkaufskanälen. Unternehmen müssen nicht für jede Marke oder jeden Markt eine vollständig unabhängige E-Commerce-Infrastruktur betreiben. Gleichzeitig können die einzelnen Storefronts gezielt auf ihre jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden.
Das kann insbesondere bei wachsenden Unternehmen Vorteile bringen. Neue Märkte, Marken oder Zielgruppen lassen sich in eine bereits vorhandene Architektur integrieren.
Entscheidend ist allerdings eine durchdachte technische Konzeption. Je größer die Anzahl der Shops und je unterschiedlicher deren Anforderungen sind, desto wichtiger werden eine saubere Datenstruktur, klare Zuständigkeiten und automatisierte Prozesse.
Multishop oder mehrere getrennte Shopware-Installationen?
Eine Multishop-Struktur ist nicht automatisch für jedes Unternehmen die beste Lösung.
Bei stark voneinander abweichenden Geschäftsmodellen kann es sinnvoll sein, einzelne Shops technisch vollständig zu trennen. Das gilt beispielsweise dann, wenn unterschiedliche Unternehmen, sehr verschiedene Prozesse oder voneinander unabhängige technische Anforderungen bestehen.
Nutzen mehrere Shops dagegen gemeinsame Produktdaten, Prozesse oder organisatorische Strukturen, kann eine zentrale Shopware-Architektur erhebliche Vorteile bieten.
Deshalb sollte bereits vor der technischen Umsetzung geklärt werden:
- Welche Daten sollen gemeinsam genutzt werden und welche Bereiche müssen voneinander getrennt bleiben?
- Diese Entscheidung beeinflusst die gesamte spätere Shopware-Architektur.
- Shopware Multishop mit ERP und Warenwirtschaft verbinden
- Mit zunehmender Anzahl an Verkaufskanälen gewinnt auch die Anbindung der dahinterliegenden Systeme an Bedeutung.
Bestellungen aus mehreren Shops müssen verarbeitet, Lagerbestände synchronisiert und Produktinformationen aktuell gehalten werden. Besonders bei umfangreichen Sortimenten sollte deshalb frühzeitig geklärt werden, welches System die führende Datenquelle darstellt.
Über geeignete Schnittstellen können beispielsweise ERP-, Warenwirtschafts-, PIM- oder weitere E-Commerce-Systeme mit Shopware verbunden werden.
Dadurch entsteht eine zentrale Infrastruktur, bei der die verschiedenen Storefronts auf konsistente Produkt- und Bestandsdaten zugreifen können.
SEO bei Shopware Multishops berücksichtigen
Auch die Suchmaschinenoptimierung sollte bereits während der Konzeption berücksichtigt werden.
Besonders bei mehreren Shops mit ähnlichen Produkten besteht die Gefahr, dass sehr ähnliche Inhalte unter unterschiedlichen Domains oder URLs entstehen.
Produkttexte, Kategorietexte, META-Daten, interne Verlinkungen und die Domainstruktur sollten deshalb für jeden Shop strategisch geplant werden.
Bei internationalen Multishops kommen weitere Themen wie Sprach- und Länderausrichtung hinzu.
Eine gute Multishop-Architektur berücksichtigt deshalb nicht nur technische und organisatorische Anforderungen, sondern von Beginn an auch SEO und Online Marketing.
eBakery als Shopware Multishop Agentur
Je komplexer eine Multishop-Struktur wird, desto wichtiger ist eine saubere Planung vor der eigentlichen Umsetzung.
eBakery unterstützt Sie als erfahrene Shopware Agentur bei der Entwicklung einer geeigneten Architektur für Ihre Anforderungen.
Gemeinsam analysieren wir, welche Verkaufskanäle benötigt werden, welche Daten zentral verwaltet werden sollen und wo eine Trennung zwischen einzelnen Shops sinnvoll ist.
Unsere Unterstützung umfasst je nach Projekt unter anderem die Shopware-Beratung, Konzeption der Multishop-Architektur, Einrichtung von Verkaufskanälen, Entwicklung und Anpassung von Themes, Schnittstellenanbindungen, Migration bestehender Shops sowie die technische Weiterentwicklung Ihrer Shopware-Umgebung.
Dabei betrachten wir nicht nur Shopware selbst, sondern auch die angrenzenden E-Commerce-Prozesse.
Shopware Multishop planen und umsetzen
Sie möchten mehrere Marken, Länder oder Zielgruppen über Shopware bedienen oder bestehende Onlineshops in einer geeigneten Struktur zusammenführen?
Dann sollte zunächst geprüft werden, welche Multishop-Architektur zu Ihrem Geschäftsmodell passt.
Haben Sie Fragen oder brauchen ein individuelles Angebot? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
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