JTL-Shop vs. Shopify​

Der Shop-System-Vergleich

Welches Shopsystem könnte besser für dich geeignet sein? JTL-Shop oder Shopify? Wir haben hier einen Vergleich aufgestellt. Es geht hierbei nicht um eine Bewertung, ob das eine System besser als das andere ist. Beide erledigen ihren Job sehr gut und unterscheiden sich eher in den Details. Welche das sind, liest du hier.

Inhaltsverzeichnis

JTL-Shop vs. Shopify Datenbasis

Shopify hat eine eigene Datenbank, in der alle Vorgänge gespeichert werden – auch alle Artikeldaten. Diese Daten sind in der Shopify-Cloud gesichert.

JTL-Shop hat JTL-Wawi als Grundlage und keine eigene Datenbank. Das hat einerseits den Vorteil, dass keine unterschiedlichen Artikelbestände auftauchen können, andererseits kann über das kostenlose ERP-System noch wesentlich mehr abgebildet werden. Bei Bestellungen kann automatisch ein Versandlabel im Lager ausgedruckt werden, zusätzlich noch ein Packzettel, mit dem ein Mitarbeiter alle Waren aus dem Lager holen kann und noch vieles mehr.

Es ist sogar ein komplettes Warehouse Management System (JTL-WMS) kostenlos enthalten, das über eine App bedient werden kann.

Shopify kann ebenso an JTL-Wawi angebunden werden, braucht dafür aber einen extra Connector, also eine Schnittstelle, die die Daten überträgt. Da Shopify eine eigene Datenbank hat, kann es zu Problemen kommen.

Bei dieser Konstellation muss auch klar sein, welches System der Datenmaster ist. Arbeitet ein Mitarbeiter mit JTL-Wawi und ein anderer ändert Bestände oder ähnliches in Shopify, stimmen die Bestände nicht mehr. Du solltest daher immer nur mit einem System arbeiten.

JTL-Shop vs. Shopify Anpassungen

Bei JTL-Shop kann prinzipiell alles angepasst werden, da hier immer ein Zugriff auf die Daten möglich ist. Selbst beim Hosting über JTL-Software kannst du entsprechende Zugangsdaten anfordern. Damit sind Designs wesentlich leichter anpassbar als bei Shopify. Auch komplett neue Templates lassen sich sehr leicht erstellen und einarbeiten.

Genau so flexibel bist du bei Plugins. Wenn ein vorhandenes Plugin angepasst werden muss, können unsere Programmierer einfach auf die Dateien zugreifen und sie anpassen.

Bei Shopify liegen alle Dateien in der Cloud und können nicht extra angepasst werden. Für das Design stehen zwar einige CSS-Einstellungen zur Verfügung, allerdings sind diese nicht so flexibel wie bei JTL-Shop.

Der große Pluspunkt hierbei ist andersherum, dass alle Plugins, die bei Shopify als Apps bezeichnet werden, vor der Veröffentlichung getestet werden. Ungetestete Apps stehen nicht zur Installation zur Verfügung.

JTL-Shop vs. Shopify Kosten

Die Kosten für Shopify sind eindeutig geregelt. Ab $29/Monat geht es mit einem vollwertigen Shopsystem los, inkl. Domain, Server, SSL-Zertifikat, 24/7-Service und ein paar guten Zahlungsmethoden. Alles ist von Anfang an startklar.

Die größeren Pakete beinhalten mehr Mitarbeiterkonten und ausführlichere Statistiken und enden (für normale Shops) bei $299/Monat. Enterprise-Shops laufen mit dem System Shopify Plus. Mehr dazu haben wir in unserem Beitrag Was ist Shopify Plus? zusammengestellt.

Bei JTL-Shop ist ein “kostenloser” Start möglich, bzw. dann fallen nur die Serverkosten an. Du hast hier die Wahl zwischen eigenem Hosting oder Hosting bei JTL-Software. Bei JTL-Software geht das Hosting bei 14,99€/Monat los, in diesem Fall wird die Community Free-Version verwendet. Diese Version ist kostenlos, die 14,99€ sind also reine IT-Kosten. Dafür ist der Onlineshop auf maximal 500 Artikel limitiert.

Brauchst du mehr, liegen die Preise zwischen 449 und 3.999€ einmalig, bzw. bei 49,99€/Monat für die Standard-Version. Nur für die Community Free- und Standard-Edition wird das Hosting angeboten. Die größeren Shops benötigen zusätzlich ein eigenes Hosting, was wir gerne für dich übernehmen.

JTL-Shop oder Shopify?

Du siehst, die beiden Systeme sind unterschiedlich, obwohl dich beide ans Ziel bringen. Jedes System kann auf seine Weise punkten. Wenn du dir noch unschlüssig bist, beraten wir dich gerne zu beiden Systemen und welches in deinem speziellen Fall das Bessere wäre.

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Die Entscheidung sollte sich an den konkreten Anforderungen des Unternehmens orientieren. JTL-Shop arbeitet eng mit JTL-Wawi als Warenwirtschaft zusammen, sodass Artikel, Bestände, Kategorien und weitere Daten zentral verwaltet werden können. Shopify verfügt dagegen über eine eigene Datenbank und wird als SaaS-Lösung betrieben. Deshalb sollten insbesondere Warenwirtschaft, Datenverwaltung, Hosting und gewünschte Anpassungen vor der Auswahl betrachtet werden.

Wenn JTL-Wawi bereits als Warenwirtschaft eingesetzt wird, kann der JTL-Shop direkt auf diese Datenbasis aufbauen. Dadurch lassen sich unter anderem Artikel und Bestände zentral verwalten. Auch Shopify kann mit JTL-Wawi verbunden werden, dafür wird jedoch eine entsprechende Schnittstelle beziehungsweise ein Connector benötigt.

Bei einer Verbindung von Shopify mit JTL-Wawi sollte eindeutig festgelegt werden, welches System als führende Datenquelle dient. Werden beispielsweise Bestände gleichzeitig in Shopify und JTL-Wawi verändert, können unterschiedliche Datenstände entstehen. Beim Einsatz des JTL-Connectors wird JTL-Wawi nach dem Datenabgleich als führendes System verwendet, sodass Änderungen zentral dort vorgenommen werden sollten.

Bei JTL-Shop bestehen umfangreiche Möglichkeiten zur individuellen Anpassung von Templates und Designs. Auch bestehende Plugins können bei Bedarf technisch angepasst werden. Shopify bietet ebenfalls Gestaltungsmöglichkeiten und Apps, arbeitet jedoch stärker innerhalb der technischen Vorgaben der Plattform. Wenn ein vollständig individuelles Frontend geplant ist, sollte dieser Unterschied bereits bei der Systemwahl berücksichtigt werden.

JTL-Shop kann über Plugins und individuelle Entwicklungen erweitert werden. Da auf die entsprechenden Dateien und Daten zugegriffen werden kann, lassen sich auch bestehende Erweiterungen an spezielle Anforderungen anpassen. Bei Shopify werden zusätzliche Funktionen überwiegend über Apps und Schnittstellen umgesetzt. Welche Variante sinnvoller ist, hängt daher davon ab, wie tief die geplanten Anpassungen in das Shopsystem eingreifen sollen.

Vor der Verbindung sollte festgelegt werden, welche Daten zwischen beiden Systemen synchronisiert werden und welches System für Artikel, Kategorien, Bestände und weitere Informationen führend ist. Der JTL-Connector kann beispielsweise Artikel, Lagerbestände und Aufträge zwischen Shopify und JTL-Wawi synchronisieren. Bei mehreren Shopify-Shops müssen außerdem die jeweiligen Connectoren und Spracheinstellungen berücksichtigt werden.

Bei Shopify fallen laufende Gebühren für den gewählten Tarif an; Hosting, Serverbetrieb und bestimmte technische Leistungen sind bereits Bestandteil des SaaS-Modells. Bei JTL-Shop hängt die Kostenstruktur stärker von Edition, Hosting und benötigten Erweiterungen ab. Für einen realistischen Vergleich sollten deshalb nicht nur die monatlichen Gebühren, sondern auch Hosting, Plugins, Wartung und individuelle Entwicklungen berücksichtigt werden.

Wenn mehrere Onlineshops oder Marktplätze aus einer zentralen Warenwirtschaft bedient werden sollen, kann JTL-Wawi als zentrale Datenbasis eingesetzt werden. Über entsprechende Connectoren lassen sich neben Shopify auch weitere Shopsysteme und Marktplätze anbinden. Dadurch können mehrere Vertriebskanäle auf einen gemeinsamen Lagerbestand und zentrale Prozesse zugreifen.

Shopify übernimmt als SaaS-Plattform wesentliche Aufgaben rund um Hosting und technische Infrastruktur. Bei JTL-Shop besteht dagegen die Möglichkeit, zwischen eigenem Hosting und einem Hosting-Angebot zu wählen. Deshalb sollte bei der Entscheidung berücksichtigt werden, wie viel Kontrolle über die Serverumgebung gewünscht wird und wie viel technische Administration das Unternehmen selbst übernehmen möchte.

Eine Beratung kann besonders sinnvoll sein, wenn neben dem Onlineshop eine Warenwirtschaft, mehrere Verkaufskanäle, individuelle Schnittstellen oder umfangreiche Designanpassungen geplant sind. Auch bei einem Wechsel von einem bestehenden System sollte vorab geprüft werden, wie Produkt-, Kunden-, Bestell- und Bestandsdaten übernommen und künftig verwaltet werden. Entscheidend ist letztlich, welches System die bestehenden und geplanten Geschäftsprozesse technisch am besten abbilden kann.

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    Mohamed Ali Oukassi

    Gründer & Inhaber von eBakery

    Mohamed Ali Oukassi ist Gründer und Inhaber von eBakery und seit 2009 im E-Commerce tätig. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen E-Commerce, ERP-Systeme, Odoo, JTL, Shopify, Shopware, SEO, künstliche Intelligenz und digitale Geschäftsprozesse.

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