Amazon ist einer der Top-Player, wenn es um Online Marktplätze geht. In Deutschland ist die Verkaufsplattform sogar Marktführer mit einem Jahresumsatz von knapp 20 Milliarden US-Dollar (Statista.com, Jahresumsatz 2018). Wenn Sie als Onlinehändler also ein großes Publikum bedienen möchten, bieten Sie Ihre Ware auch auf Amazon an. Für viele Händler ist das ein wichtiges Standbein, trotz aller strengen Regularien, die für Anbieter auf amazon.de gelten.

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Verkäuferkonto durch Amazon gesperrt

Es kommt immer wieder vor, dass Verkäuferkonten durch Amazon gesperrt werden. Bis 15. August 2019 war es Amazon möglich, Konten vorübergehend zu sperren oder Verkäufer sogar ganz auszuschließen, ohne eine Begründung abgeben zu müssen. Seit dem 16. August 2019 gelten neue AGB, in denen Amazon mitteilt, dass sie betroffene Händler umgehend informieren, was zur Sperrung des Verkäuferkontos geführt hat.

In der Regel wollen Sie ja das Konto wieder nutzen können. Hierzu verlangt Amazon einen Maßnahmenplan, und der ist für viele Händler ein Problem. Amazon verlangt einen detaillierten Maßnahmenplan (auch Plan of Action, PoA), in dem Sie als Gesperrter darlegen, dass Sie die Probleme behoben haben. Dabei soll der Plan aber nicht zu kompliziert und unnötig vollgestopft werden. Ganz wichtig dabei: Erklärungen, Rechtfertigungen etc. sind völlig unerheblich. Sie erhalten eine Auflistung der Probleme und Amazon erwartet für jeden Artikel eine Lösung. Kurz und präzise. Weitere Hinweise finden Sie weiter unten.

Hinweis: Eröffnen Sie kein neues Amazon Verkäufer Konto

Erste Maßnahmen nach der Sperrung

Ist Ihr Amazon-Konto gesperrt, dauert es seitens Amazons lange, bis Sie Antworten auf Ihre Fragen erhalten. Sie können nur noch über Kontaktformulare kommunizieren, und (E-)Papier ist geduldig. Sie sollten die Kommunikation daher auf ein Minimum reduzieren, dabei aber alles Nötige übermitteln. Stellen Sie einen 4D-Report nach diesem Muster zusammen:

Problembeschreibung

Beschreiben Sie präzise und möglichst nach den Regeln der einfachen Sprache, wo das Problem liegt.

Ursachenanalyse und Sofortmaßnahmen

Prüfen Sie, was Sie tun können. Setzen Sie möglichst viel sofort um und dokumentieren Sie Ihre Änderungen. Die Nachweise schicken Sie mit dem Maßnahmenplan an Amazon. Je mehr Nachweise desto besser.

Abstellmaßnahmen

Hier schreiben Sie auf, welche Prozesse Sie geändert haben (!) um die benannten Probleme zukünftig zu vermeiden. Absichtserklärungen helfen hier nicht, nur umgesetzte Maßnahmen.

Wirksamkeitsnachweis

Hier ist Platz für Nachweise Ihrer in D3 vorgenommenen Änderungen. Zahlen, Daten, Fakten sind interessant. Zukunftsaussichten und Mutmaßungen nicht.

Amazon Maßnahmenplan zur Wiederherstellung der Verkaufsberechtigung erstellen

Da die Support-Mitarbeiter meistens im Ausland sitzen und kein deutsch sprechen, werden die Maßnahmepläne durch Software übersetzt und danach bearbeitet. Um möglichst wenig Probleme und Rückfragen zu verursachen, beantworten Sie diese Fragen in einfachem deutsch:

  • Was ist/sind die Ursache(n), die zu dem Problem geführt hat/haben?
  • Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um das Problem zu beheben?
  • Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um zukünftige Probleme zu vermeiden?

Nicht mehr und nicht weniger. Klingt ganz einfach, ist aber je nach Sachverhalt doch etwas schwieriger. Halten Sie sich daher an folgende Regeln:

Schreiben Sie kurze einfache Sätze

Je einfacher Ihre Sätze sind, desto besser lassen sie sich übersetzen. Wenn Sie eine Fremdsprache können, testen Sie Ihre Sätze, zum Beispiel mit Google Translate. Ist das Ergebnis missverständlich und bringt nicht genau auf den Punkt, was Sie unternehmen wollen, schreiben Sie ihn neu.

Hinweise, wie Sie Texte einfacher gestalten können, finden Sie in der Broschüre des Vereins „Netzwerk Leichte Sprache e.V.“

Liefern Sie so viele Belege wie möglich

Wird die Echtheit Ihrer Artikel angezweifelt, setzen Sie sich mit dem Hersteller/Großhändler in Verbindung und fordern Sie einen Beweis für die Echtheit an. Diesen schicken Sie mit Ihrem Maßnahmenplan an Amazon. Denken Sie auch hier wieder daran, dass alles leicht verständlich sein muss. Im Zweifelsfall fügen Sie ein eigenes Erklärungsblatt hinzu.

Heben Sie wichtige Angaben hervor

Auch beim Amazon-Support gilt die Devise „Zeit ist Geld“. Die Mitarbeiter werden sich höchstwahrscheinlich nicht hinsetzen und lange die Unterlagen durchforsten, wo welche Angabe sein könnte. Heben Sie daher wichtige Angaben den Fall betreffend hervor. Ansonsten steigt das Risiko, dass Ihr Maßnahmenplan mit der Begründung abgelehnt wird, er sein nicht detailliert genug.

Amazons Mühlen mahlen langsam

Trotz aller Vorbereitungen sollten Sie beachten, dass die Antworten aus dem Supportteam gerne länger dauern. Das deutsche Supportteam, dass Sie auch per Telefon erreichen, ist hier nicht zuständig. Anfragen laufen hier meist ins Leere. Konzentrieren Sie sich daher auf einen guten Maßnahmenplan und halten Sie diesen auch ein. Eine Entsperrung durch Amazon ist schon kein Regelfall – eine dritte Chance werden Sie wohl nicht erhalten.

Sachlich bleiben und Verständnis zeigen

Neben der einfachen Sprache und den Nachweisen denken Sie immer daran: Auf der anderen Seite sitzt auch ein Mensch. Bleiben Sie immer sachlich und untermauern Sie alles mit Beweisen. Die Support-Mitarbeiter müssen viele Pläne täglich durchsehen, bewerten und Maßnahmen durchführen. Je besser und übersichtlicher Sie Ihren Plan vorbereiten, desto eher bekommen Sie eine zweite Chance.

Wir helfen Ihnen bei Ihrem Amazon Maßnahmenplan

Der Maßnahmenplan kann ungeahnte Herausforderungen an Sie als Händler stellen, die schwer zu bewältigen sind. Möglichst der erste Aufschlag sollte sitzen. Wir bieten Ihnen daher an, den Plan für Sie zu erstellen. Wir wissen, was und in welcher Form Amazon lesen will.

Wenn Sie also gesperrt wurden, vereinbaren Sie doch gleich einen Termin mit uns. Wir erstellen Ihnen dann schnellstmöglich einen guten Maßnahmenplan, damit Sie schnell wieder auf Amazon verkaufen dürfen.

Telefon: +49 (0) 69971972898

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 10:00 – 18:00 Uhr

Email: [email protected]
Web: www.eBakery.de
Facebook: www.facebook.com/ebakery.de

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